Nachlese: Symposium für Neuroorthopädie & Rehabilitation

Vom 22. – 24. September 2022 waren wir dabei beim 14. internationalen Symposium Neuroorthopädie & Rehabilitation in Krems (Österreich).  „Der unterschätzte Schmerz – Prävention & Frühbehandlung“, so lautete das Thema des diesjährigen Kongresses.

Wir zeigten beim Symposium an der Donau nicht nur unsere spannenden neuen Produkte, wie unser Liegerad mats und die grundlegende optimierte madita-fun.! Wir nutzten den Aufenthalt auch zur Wissenserweiterung und -weitergabe. Unsere Schulungsleiterin und Ergotherapeutin Andrea Espei referierte dort − neben vielen anderen renommierten Experten aus dem Bereich der Neuroorthopädie und Rehabilitation − zur „speziellen Ergotherapie bei Hemiparese“.

Die spezielle Ergotherapie bei unilateraler Cerebralparese besteht aus Mischung aus Therapiekonzepten, Methoden, Trainingsprogrammen und Hilfsmitteln. Dieser Mix ist dann Qualitätsmerkmal, wenn unter einem individuellen, teilhabeorientierten Ziel die traditionellen und Innovativen Konzepte durch einen beständigen Reflexionsprozess geleitet ausgewählt werden, so dass das spezifische Vorgehen transparent und nachvollziehbar wird.

So lautet die Zusammenfassung von Andrea Espei, die auch aus dem offiziellen Kongressbericht vom 24. Oktober 2022 hervorgeht.

Dieser Kongressbericht spiegelt auch wieder, was sich als Konsens in den Tagen an der Donau unter den Fachleuten herauskristallisierte:

Cerebrale Bewegungsstörungen stellen nicht nur ein Problem der im Vordergrund stehenden Motorik dar. Auch sensorische, kognitive, emotionale und psychische Faktoren können dominieren. Ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Neurologie, Steuerung und Mechanik sind erforderlich. Derzeitige Arbeitshypothesen sollten viel mehr hinterfragt werden. Wir müssen uns noch mehr mit dem Widerspruch auseinandersetzen, dass wir einerseits viel früher intervenieren müssen, um Schmerzen und Deformitäten zu vermeiden, andererseits aber auch Fehler zuzulassen um psycho-sensomotorisches Lernen zu ermöglichen.

Für uns war das Symposium eine hervorragende Gelegenheit zu Netzwerken und in den Austausch zu treten. Der hohe fachliche Anspruch und die gute Organisation haben uns begeistert. Danke, dass wir dabei sein durften!